06.FUE.0500 HS Sprache und Kognition

Veranstaltungsdetails

Lehrende/r: Dr. Reinhard Rapp

Veranstaltungsart: Hauptseminar

Anzeige im Stundenplan: 06:FUE.0500

Credits: 6,0

Unterrichtssprache: Deutsch

Min. | Max. Teilnehmerzahl: - | 20

Prioritätsschema: Senatsrichtlinie zzgl. Bevorzugung höherer Fachsemester
Zulassung gemäß Richtlinie über den Zugang zu teilnahmebeschränkten Lehrveranstaltungen vom 07. März 2007.

Nähere Informationen hierzu entnehmen Sie bitte www.info.jogustine.uni-mainz.de/senatsrichtlinie

Über die Senatsrichtlinie hinaus werden bei der Platzvergabe für diese Veranstaltung Studierende höherer Fachsemester bevorzugt berücksichtigt.

Voraussetzungen / Organisatorisches:

Inhalt:
Als Kognition wird die Informationsverarbeitung im Menschen oder in anderen Lebewesen bezeichnet. Zu den kognitiven Fähigkeiten des Menschen gehören u.a. das Wahrnehmen, das Erinnern, das Lernen, das Problemlösen, das Entscheiden, die Kreativität und das Vorstellungsvermögen. Die Kognitionswissenschaft ist ein interdisziplinäres Gebiet mit Bezügen zur Psychologie, Sprachwissenschaft und zu den Neurowissenschaften. Im Seminar liegt der Schwerpunkt auf kognitiven Fähigkeiten, die für die Sprachverarbeitung von Bedeutung sind. Hierbei ist die Zielsetzung, den Gegenstand unter vielfältigen Aspekten zu untersuchen, zu denen u.a. die folgenden gehören: Der Spracherwerb, die Struktur der Sprache, das Sprechen zwischen Intention und Artikulation, das Verstehen, die Rolle des mentalen Lexikons, die Selbstorganisation des Wissens, das Assoziationsgesetz und die assoziative Speicherung, das Wesen sprachlicher Intuition, die Modellierung von Sprachverarbeitungsprozessen, neurologische Aspekte sowie kognitive Prozesse beim Übersetzen.

Diese und weitere Themen werden von den Seminarteilnehmern anhand vorgegebener sowie selbst recherchierter Literatur untersucht. Die Studierenden werden gebeten, sich mit einem Thema ihrer Wahl intensiv auseinanderzusetzen, ihre Ergebnisse im Rahmen eines Referates, dessen Inhalt den übrigen Kursteilnehmern zur Verfügung gestellt wird, vorzutragen sowie hierzu eine schriftliche Ausarbeitung (Seminararbeit) zu verfassen.

Empfohlene Literatur:
Baroni, Marco, Lenci, Alessandro (2010). Distributional memory: a general framework for corpus-based semantics. Computational Linguistics 36 (4): 673-721.

Manuel Carreiras, Charles Clifton (Hrsg.) (2004). The On-line Study of Sentence Comprehension: Eyetracking, ERPs and Beyond. Psychology Press.

Sambor Grucza, Mokika Pluzyczka, Jujstyna Zajac (2013). Translation Studies and Eye-Tracking Analysis. Peter Lang.

John C. Eccles. Das Gehirn des Menschen. Piper.

W. K. Estes (1959). The Statistical Approach to Learning Theory. In: S. Koch (Hrsg.): Psychology: A Study of a Science (Volume 2). New York: McGraw-Hill, 380–491

Gerd Gigerenzer (2009). Das Einmaleins der Skepsis: Über den richtigen Umgang mit Zahlen und Risiken. Berlin Verlag.

Gerd Gigerenzer (2008). Bauchentscheidungen: Die Intelligenz des Unbewussten und die Macht der Intuition. Goldmann.

Susanne Göpferich (2008). Translationsprozessforschung. Narr.

Daniel Kahnemann (2014). Schnelles Denken, langsames Denken. Pantheon Verlag.

Landauer, T. K., & Dumais, S. T. (1997). A solution to Plato’s problem: The latent seman-tic analysis theory of acquisition, induction, and representation of knowledge. Psychologi¬cal Review, 104(2), 211–240.

Levelt, W. (1989). Speaking: From Intention to Articulation. MIT Press.

Pinker, S. (1999). Words and Rules: The Ingredients of Language. Basic Books.

Rapp, Reinhard (1996). Die Berechnung von Assoziationen. Hildesheim: Olms.

Rumelhart, D.E.; McClelland, J.L. (1987). Parallel Distributed Processing. Explorations
in the Microstructure of Cognition. Volume 1: Foundations. MIT Press.

Schwartz, B. and Reisberg, D. (1991). Learning and Memory. New York: Norton.

Manfred Spitzer (1996). Geist im Netz: Modelle für Lernen, Denken und Handeln. Spektrum. (Englische Ausgabe: The Mind within the Net. Models of Learning, Thinking, and Acting. MIT Press, 2000.)

Turney, Peter D. (2006). Similarity of semantic relations. Computational Linguistics, 32 (3), 379-416.

Turney, Peter D.; Pantel, Patrick (2010). From frequency to meaning: vector space models of semantics. Journal of Artificial Intelligence Research 37 (2010) 141-188.

Ulrich, R.; Stapf, K.-H.; Giray, M. (1996). Faktoren und Prozesse des Einprägens und Erinnerns. In: D. Albert; K.-H. Stapf (Hg.): Gedächtnis. Enzyklopädie der Psycholo-gie: Kognition – Band 4. Göttingen: Hogrefe.

Wettler, M.; Rapp, R.; Sedlmeier, P. (2005). Free word associations correspond to contiguities between words in texts. Journal of Quantitative Linguistics 12(2), 111–122.

Termine
Datum Von Bis Raum Lehrende/r
1 Di, 21. Apr. 2015 13:00 14:30 N.104 Hörsaal Dr. Reinhard Rapp
2 Di, 28. Apr. 2015 13:00 14:30 N.104 Hörsaal Dr. Reinhard Rapp
3 Di, 5. Mai 2015 13:00 14:30 N.104 Hörsaal Dr. Reinhard Rapp
4 Di, 12. Mai 2015 13:00 14:30 N.104 Hörsaal Dr. Reinhard Rapp
5 Di, 19. Mai 2015 13:00 14:30 N.104 Hörsaal Dr. Reinhard Rapp
6 Di, 26. Mai 2015 13:00 14:30 N.104 Hörsaal Dr. Reinhard Rapp
7 Di, 2. Jun. 2015 13:00 14:30 N.104 Hörsaal Dr. Reinhard Rapp
8 Di, 9. Jun. 2015 13:00 14:30 N.104 Hörsaal Dr. Reinhard Rapp
9 Di, 16. Jun. 2015 13:00 14:30 N.104 Hörsaal Dr. Reinhard Rapp
10 Di, 23. Jun. 2015 13:00 14:30 N.104 Hörsaal Dr. Reinhard Rapp
11 Di, 30. Jun. 2015 13:00 14:30 N.104 Hörsaal Dr. Reinhard Rapp
12 Di, 7. Jul. 2015 13:00 14:30 N.104 Hörsaal Dr. Reinhard Rapp
13 Di, 14. Jul. 2015 13:00 14:30 N.104 Hörsaal Dr. Reinhard Rapp
14 Di, 21. Jul. 2015 13:00 14:30 N.104 Hörsaal Dr. Reinhard Rapp
Übersicht der Kurstermine
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Lehrende/r
Dr. Reinhard Rapp