07.068.260a Vorlesung Alte Geschichte: Hellenizität. Griechische Selbstverständnisse von der Archaik bis in die Spätantike

Veranstaltungsdetails

Lehrende/r: Univ.-Prof. Dr. Thomas Blank

Veranstaltungsart: Vorlesung

Anzeige im Stundenplan: VL Aufbaumodul

Semesterwochenstunden: 2

Unterrichtssprache: Deutsch

Min. | Max. Teilnehmerzahl: - | -

Voraussetzungen / Organisatorisches:
Die Vorlesung ist unbenotet.
Eine Gasthörerschaft ist selbstverständlich immer möglich.

Inhalt:
Die Rede von einer ‚Griechischen Geschichte‘ in der Antike suggeriert Einheitlichkeit und Linearität historischer Entwicklungen innerhalb klar umschriebener räumlicher und zeitlicher Grenzen. Diese vereinfachende, vor allem einer Fokussierung auf den Gegensatz von Athen und Sparta in klassischer Zeit geschuldete Sicht hat die jüngere Forschung in mehrfacher Hinsicht durch komplexere Modelle ersetzt. Statt kultureller Homogenität werden Lokalität und Regionalität kultureller Identitäten in einer auf komplexe Weise vernetzten Welt betont. Den Aufstieg Makedoniens bis zum ‚Epochenjahr‘ 338 v. Chr. wertet man längst nicht mehr als radikalen kulturellen Einschnitt oder gar als Ende der Welt der Polis, sondern betont (bei allem Wandel) die Kontinuitäten griechischer Kultur über verschiedene Reichskonstellationen hinweg bis in die Spätantike. Vor diesem forschungsgeschichtlichen Hintergrund geht die Vorlesung der Frage nach, auf welche Annahmen kultureller Gemeinschaft, Einheitlichkeit oder Heterogenität sich antike Definitionen dessen, was griechische Kultur ausmache, stützten und welchem Wandel diese Definitionen in der Diachronie antiker Geschichte unterlagen.

Empfohlene Literatur:
• Edith Hall: Inventing the Barbarian. Greek Self-Definition Through Tragedy, Oxford 1989.
• Jonathan M. Hall: Hellenicity. Between Ethnicity and Culture, Chicago (IL) 2002.
• Ursin, Frank: Freiheit, Herrschaft, Wiederstand. Griechische Erinnerungskultur in der hohen Kaiserzeit (1.–3. Jahrhundert n. Chr.), Stuttgart 2019 (Historia Einzelschriften 255).
• Karl-Wilhelm Welwei, Die griechische Polis: Verfassung und Gesellschaft in archaischer und klassischer Zeit, 3. Aufl., hrsg. von K.-J. Hölkeskamp und M. Meier, Stuttgart 2017.

Termine
Datum Von Bis Raum Lehrende/r
1 Di, 25. Okt. 2022 10:15 11:45 00 141 P2 Univ.-Prof. Dr. Thomas Blank
2 Di, 8. Nov. 2022 10:15 11:45 00 141 P2 Univ.-Prof. Dr. Thomas Blank
3 Di, 15. Nov. 2022 10:15 11:45 00 141 P2 Univ.-Prof. Dr. Thomas Blank
4 Di, 22. Nov. 2022 10:15 11:45 00 141 P2 Univ.-Prof. Dr. Thomas Blank
5 Di, 29. Nov. 2022 10:15 11:45 00 141 P2 Univ.-Prof. Dr. Thomas Blank
6 Di, 6. Dez. 2022 10:15 11:45 00 141 P2 Univ.-Prof. Dr. Thomas Blank
7 Di, 13. Dez. 2022 10:15 11:45 00 141 P2 Univ.-Prof. Dr. Thomas Blank
8 Di, 20. Dez. 2022 10:15 11:45 00 141 P2 Univ.-Prof. Dr. Thomas Blank
9 Di, 10. Jan. 2023 10:15 11:45 00 141 P2 Univ.-Prof. Dr. Thomas Blank
10 Di, 17. Jan. 2023 10:15 11:45 00 141 P2 Univ.-Prof. Dr. Thomas Blank
11 Di, 24. Jan. 2023 10:15 11:45 00 141 P2 Univ.-Prof. Dr. Thomas Blank
12 Di, 31. Jan. 2023 10:15 11:45 00 141 P2 Univ.-Prof. Dr. Thomas Blank
13 Di, 7. Feb. 2023 10:15 11:45 00 141 P2 Univ.-Prof. Dr. Thomas Blank
Übersicht der Kurstermine
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Lehrende/r
Univ.-Prof. Dr. Thomas Blank